RM Birrfeld

 

 

An den beiden Wochenden 13.-14. und 20.-21. Mai 2017, fand im Birrfeld die alljährliche RM statt, dieses Jahr jedoch ohne JSM. Es wurde in zwei Klassen geflogen, Standard- und offene Klasse. Da ich noch nie westlich der CTR Zürich war, versprachen die Wettbewerbstage spannend und lehrreich zu werden.

 

Am Freitag Abend bereiteten wir (Manuel und Ich, beide SG Cumulus) die Flugzeuge und Hänger für die Abfahrt vor. Für meine Flüge bekam ich das LX-Profil von Manuel, das war schon gut eingestellt war, so musste ich kein Eigenes machen.

Die Anreise am Samstag Morgen klappte problemlos und so konnten wir die Flugzeuge schon vor dem Briefing aufzubauen beginnen. Ich flog mit Manuel die erste Aufgabe. Die zum Teil schönen Cumulis breiteten sich in der Region Dagmersellen aus, so gleiteten wir nur knapp in den ersten Wendekreis und dann wider Richtung Osten. Der Lindenberg bot bessere Bedingungen, damit konnten wir die Aufgabe dort noch etwas ausdehnen, bis wir zurückkehrten.

Am nächsten Morgen begann es, kurz nachdem ich die LS-4 aufgebaut hatte, zu regnen. Da die Startbereitschaft immer wieder verschoben wurde, konnten wir die Würste und Pommes-Frites der RM-Beiz testen. Kurz nach Mittag zog eine Gewitterfront auf und nach einem kurzen, jedoch starken und mit Hagel durchsetzten Niederschlag, wurde der Tag neutralisiert.

Das nächste Wochenende startete mit einigen Wassertropfen auf der Hinfahrt. Da der Meteoexperte ein fliegbares Zeitfenster entdeckte, wurde wieder eine AAT ausgeschrieben. Nach dem Überflug der Startlinie flog ich wieder mit Manuel los. Im ersten Wendekreis war ich tief und die Abschirmung liess nur einen Thermikschlauch zu, mindestens die halbe Standard-Klasse befand sich zu diesem Zeitpunkt dort. Manuel war höher und flog aus der abgeschirmten Zone. Als ich auch etwas höher war flog ich wieder in Richtung Olten. Bei Wangen konnte ich Höhe machen und dank den Tipps von Luca (SG Birrfeld) gelang mir die Querung des Juras gegen Norden recht gut. Ich versuchte die gegebene Minimalzeit zu erreichen und flog noch etwas in den zweiten Wendekreis hinein. Schlussendlich gelang mir sogar der Tagessieg.

Das Wetter am Sonntag war gut prognostiziert. Somit bekamen wir einen 316km Racing-Task mit Wendepunkten bei Reutlingen und Hütten. Beim Wasserfüllen bemerkte ich, dass meine LS-4 undichte Wassersäcke hat und musste deshalb ohne Wasser losfliegen. Einzig die Querung des Rheintals war Wolkenlos, ansonsten zeichneten im Schwarzwald, sowie auf der Alp Cumulis die Schläuche. Man musste aufpassen, denn sobald man etwas tiefer kam, war die Thermik nur noch schwach. Es war ein sehr schöner Flug und erstmals sah ich den Schluchsee von oben.

 

Da uns das Wetter meist wohlgesonnen war, konnten auch akzeptable Aufgaben ausgeschrieben werden und es wurde an drei von vier Tagen geflogen. Während des Wettbewerbs konnte ich einiges über das Fliegen im Jura und Mittelland lernen, ausserdem hat es mir einen guten Eindruck gegeben, wie es ist, mit vielen Segelflugzeugen in einem Schlauch zu kreisen. Das Wettbewerbsfliegen hat mir Spass gemacht und ich freue mich bereits auf die JSM 2017.

 

 

Pascal Zollikofer

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