RM Yverdon

Die Freude war riesig, als ich erfahren hatte, dass mir das Militär den Urlaub für die Regionalmeisterschaft in Yverdon vom Donnerstag 26. bis Sonntag 29. Mai bewilligt. So konnte ich bereits am Mittwochabend abtreten. Rasch nach Hause noch die letzten Sachen packen, meinen ehemaligen Schulkollegen (Helfer) abholen, Flieger anhängen und auf ging es nach Yverdon. Kurz vor Mitternacht erreichten wir den Flugplatz. Für die erste Nacht fanden wir noch Unterschlupf im Wohnwagen von einem Kollegen, der ebenfalls mitflog. So hatten wir bzw. mein Helfer am nächsten Tag genug Zeit, um das Zelt aufzustellen.

Der Wettbewerb wurde dann am Donnerstag mit einer AAT auf dem Jura mit den Wenden Hohenwinde (Radius 50 km) und Gruyère (Radius 36 km) eröffnet. Das Wetter war ziemlich anständig. Allerdings musste man weit im Norden fliegen, da nur die zweite oder sogar nur die dritte Jurakrete kumulierte. Mit einem 79er Schnitt über 180 km flog ich auf Tagesrang 4.

 

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Es zeichnete sich in den Wetterprognosen schon länger ab, dass der Freitag der beste Tag werden wird. So war es dann auch. Mit den Wendeorten Les Rousses im Westen und Weissenstein standen 289 km auf dem Programm. Ich hatte schon im Warteraum Mühe, meine 100 l Wasser nach oben zu bewegen. Nach langem Üben erreichte ich dann endlich mal die Wolkenbasis und flog ab. Als ich dann am Lac de Joux auf ca. 1400 m einfuhr verabschiedete ich mich vom Wasser. Endlich begann es mal richtig zu steigen und ich konnte auf 2300 m bereits Richtung erste Wende abfliegen. Der zweite Schenkel ging dann im Rückenwind ziemlich zügig voran. Allerdings gab es schon grössere Abschattungen. Am Hang vom Chasseral oberhalb vom Flugplatz Courtelary konnte ich in einem Aufwind 1000 m Höhe gewinnen, was mich wieder auf 2200 m brachte. Bis zum Weissenstein war dann alles blau. Mit einer guten Linie im Blauen konnte ich die Wende nehmen und flog zurück zum Chasseral um dort wieder Höhe zu machen. Der Rückweg nach Yverdon war nun total abgeschattet. Nachdem mich auch noch ein Schauer erwischte, fand ich mich in Neuenburg auf 1000 m wieder. Dort fand ich noch einmal einen Aufwind, der mich auf ca. 1400 m trug. Ich traute mich aber nicht mit dieser Höhe nach Yverdon zu fliegen, da ich einerseits die Landemöglichkeiten entlang des Neuenburgersees  nicht gut kannte und andererseits meine Flügel vor lauter Mücken mehr schwarz als weiss waren. So entschied ich mich zur sicheren Landung auf dem Flugplatz Neuenburg. Da nur drei Flieger die Aufgabe erfüllten schaute am Schluss der unerwartete 5. Tagesrang heraus. Am Samstag war zwar bei der Konkurrenzleitung sowie den Piloten der Wille da einen Task zu fliegen, allerdings liessen es die Wetterbedingungen nicht zu, ein ganzes Feld in die Luft zu hängen. Am Nachmittag wurde der Tag schliesslich neutralisiert. Go-Kart oder Pedalo fahren wurden als Alternativprogramm genutzt. Der Sonntag wurde aufgrund der schlechten Prognosen bereits am Samstag neutralisiert.

 

So ging eine tolle und lehrreiche RM mit zwei Wertungstagen zu Ende. Für mich reichte es als bester Einsitzer zum sehr erfreulichen 4. Schlussrang.
Neben mir flogen auch Simon Gantner, (1. Rang) Claudio Etterli (2. Rang) und Nico Jägli (10. Rang) tolle Ränge heraus. Wir konnten wieder einmal unter Beweis stellen, wie stark die Schweizer Junioren zurzeit sind!

 

Jonas Pitschen

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